Schichtarbeit kann den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers durcheinanderbringen. Auch Verdauung und Stoffwechsel folgen dieser inneren Uhr. Eine passende Ernährung kann dabei helfen, den Körper zu entlasten und langfristig gesund zu bleiben.
Warum belastet Schichtarbeit den Körper?
- Die innere Uhr: Unser Körper ist darauf eingestellt, tagsüber aktiv und nachts in Ruhe zu sein. Nachtarbeit bringt diesen Rhythmus aus dem Gleichgewicht.
- Verdauung: Nachts arbeitet die Verdauung langsamer. Große oder schwere Mahlzeiten können deshalb schlechter vertragen werden.
- Stoffwechsel: Nachts kann der Körper Zucker aus der Nahrung weniger gut verarbeiten. Regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten sind daher besonders wichtig.
Was kann bei ungünstigem Essverhalten passieren?
Auf Dauer können unregelmäßige oder sehr kalorienreiche Mahlzeiten während der Nacht eine Gewichtszunahme begünstigen. Zusammen mit dem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus kann Schichtarbeit außerdem das Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Auch Beschwerden wie Sodbrennen, Völlegefühl oder Bauchschmerzen können auftreten.
Gesunde Ernährung während der Schicht
- Leicht essen: Eher kleine, gut verträgliche Mahlzeiten, zum Beispiel Gemüse, Joghurt, eine leichte Suppe oder Vollkornprodukte.
- Schwere Speisen vermeiden: Sehr fettige, frittierte oder stark zuckerhaltige Speisen können nachts besonders schwer im Magen liegen.
- Regelmäßige Mahlzeiten: Mahlzeiten möglichst zu planen und nicht ständig zwischendurch zu essen.
- Ausreichend trinken: Wasser und ungesüßter Tee sind gute Durstlöscher. Kaffee kann in Maßen hilfreich sein, sollte aber nicht kurz vor dem Schlafengehen getrunken werden.
- Nach der Schicht: Direkt nach der Nachtschicht bzw. vor dem Schlafengehen ist eine kleine, leichte Mahlzeit oft besser als ein großes Frühstück.